Am Anfang ist die Idee

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Bei jedem angehenden KITT-Replica-Besitzer steht am Anfang der Wunsch, ein solches Fahrzeug zu bauen. Sobald dieser Wunsch dann konkreter wird, tauchen - wie bei mir - allerdings schnell die ersten Fragen auf:

 

Welches Fahrzeug ist geeignet?

Welche Motorisierung soll ich nehmen?

Welches Teil von welchem Anbieter?

 

Um Euch hierbei eine kleine Hilfestellung zu geben, beschäftigt sich dieser Bereich von Project-KITT.de ausschließlich mit der Planung Eurer Replica und versucht, Euch den Start in den Replicabau zu erleichtern.

 

Ich habe mich aus Gründen der Übersichtlichkeit für die Unterteilung in vier Kategorien entschieden:

 

- Basisfahrzeug allgemein

- Karosserie

- Innenausstattung

- KITT-spezifische Anbauteile

 

Basisfahrzeug allgemein:

KITT war ein 1982er Pontiac Firebird Trans Am. Da sich die wesentliche Karosserieform von 1982-1992 nicht geändert hat, sind für den Bau eines Replica grundsätzlich alle Firebirds der dritten Generation geeignet.

Somit ist es erstmal unerheblich, welches Baujahr Euer Basisfahrzeug hat.
Der Vorteil eines neueren Modells ist nunmal, DASS es ein neueres Modell ist- je länger ein Fahrzeug gebaut

 wird oder wurde, desto ausgereifter ist die Technik der späteren Generationen. So haben die Fahrzeuge der letzten Jahre z.B. Airbag und eine moderne Einspritzanlage.

Die älteren Fahrzeuge haben teilweise schwer zu bekommende Replica-Ausstattung, wie z.B. PMD-Sitze, bereits eingebaut. Ferner könnte man bei den ersten Modellen auf das magische Alter von 30 Jahren und eine dadurch mögliche

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Oldtimer-Zulassung hoffen. Allerdings sind die Anforderungen für eine solche Zulassung sehr hoch und je nach Bundesland unterschiedlich stark bewertet.

Eines sollte man jedoch nie aus den Augen verlieren: Ausnahmslos alle Fahrzeuge sind mindestens knapp 20 Jahre alt und bedürfen einer intensiven Pflege und Wartung! -und auftretende Defekte können sehr schnell sehr viel kosten!

 

 Bei der Motorisierung stehen zwei Varianten zur Auswahl: V6 und V8.
In den ersten Jahren stand zwar auch ein Vierzylinder zur Verfügung, diesen möchte ich aber hier nicht weiter erwähnen- zum einen ist dieses Modell in Deutschland nahezu nicht vertreten und aufgrund der Seltenheit in den meisten Fällen in Sammlerhand, zum anderen zieht der absolut untermotorisierte Vierzylinder keinen Hering vom Teller.

 

Hier die vier geläufigsten Motorvarianten des Firebirds, sowie die jährlichen Kosten für die Kfz-Steuer:

 

2,8l V6 (TPI) 3,1l V6 (TPI) 5,0 V8 (TBI/TPI) 5,7 V8 (TPI)
438 € 484€ 771€ 877 €

 


TPI = Benzindirekteinspritzung (Tuned Port Injection)
TBI = Zentraleinspritzung, Vergaserähnliches System (Throttle Body Injection)

 

Mittlerweile ist es jedoch möglich, die immensen Steuerkosten durch eine Umrüstung auf Euro 2 zu reduzieren, zumindest beim 2.8l/3.1l V6 sowie dem 5.0l V8 in der TBI Ausführung. Ein Kit für 5.7l V8 TPI sowie 5.0l TPI ist in Planung. Je nach Motorvariante hat man die Kosten der Umrüstung (etwa 250 Euro) schon im ersten Jahr wieder eingespart:

 

Kfz-Steuer mit Euro 2 (Ersparnis):

 

2,8 V6 3,1 V6 5,0 V8 5,7 V8
213 € (-225 €) 235 € (-249 €) 375 € (-396 €) 426 € (-451 €)

 

 

Selbstverständlich sollte man sich auch kurz über den Verbrauch Gedanken machen, auch wenn man sich zum Benzinsparen dann vermutlich das falsche Hobby ausgesucht hat. Viele scheuen sich genau aus diesem Grund davor, einen V8 mit viel Hubraum als Basis zu verwenden ("Der frisst doch bestimmt 25 Liter!"). Allerdings wird im Bezug auf den Firebird das "Verbrauchs-Problem" deutlich überbewertet- bei vergleichbarer Fahrweise liegt der Verbrauch des V8 nur moderat über dem des V6.

 querschnitt

Karosserie:

Die Farbe des Basisfahrzeugs ist relativ unerheblich- nach der Montage der KITT-typischen Karosserieteile sollte das komplette Fahrzeug neu lackiert werden. Hierbei muss aber unbedingt die thermoplastische Eigenschaft des Originallacks berücksichtigt werden!

 

Damit Euer Replica auch äußerlich 100%ig zu KITT wird, sind folgende Karosserieteile zwingend notwendig:

 

- Kotflügel mit Luftauslässen
- Motorhaube mit linksseitiger Lufthutze (sogenannte Cowl Induction Hood)
- Trans Am Heckspoiler, Typ D80
- 1982er Rückleuchten
- 1982er Heckstoßstange
- 15 Zoll Felgen (Turbo Cast Rims)
- 15 Zoll Radkappen (sogenannte Bowlingball Hubcabs)

 

Da diese Teile jedoch sehr gefragt, allerdings kaum noch auf dem Markt vorhanden sind, ist die Preisskala sehr hoch anzusetzen.

 

Beachtet auch, dass es sich bei den Rückleuchten tatsächlich um 1982er Rückleuchten handelt, da die 1984er Rückleuchten zwar äußerlich sehr ähnlich sind, der innere Aufbau jedoch vollkommen anders und somit die Montage eines schwarzen Taillight-Covers nicht problemlos möglich ist.
Unterscheiden kann man die Rückleuchten anhand der Rückfahrscheinwerfer: bei der 1982er Variante gehen diese von Ober- bis Unterkante, während sie bei der 1984er Version oben und unten rot umrandet sind.

 

Die Radkappen, die sogenannten Bowling Ball Hubcabs, sind aufgrund ihrer Seltenheit von mehrern Anbietern abgeformt worden und aus GFK erhältlich! Ich persönlich bevorzuge jedoch Originale, da diese in fast allen Bereichen den Nachbauten aus GFK überlegen sind. Lediglich die 2010 erschienenen Hubcabs von Knight Passions stellen eine ernstzunehmende Alternative dar, da diese rückseitige Halterungen besitzen, die genau wie die Original-Hubcabs an den Haltepunkten der Felge montiert werden! Absolut beeindruckend!

 

Fazit: Die Entscheidung, welches Modell für Euch das Richtige ist, müsst ihr schon selbst treffen.

 

Innenausstattung:

Um ein Replica so originalgetreu wie möglich zu machen, muss auch die Innenausstattung der eines 1982er Trans Am entsprechen.

 

Hierzu zählen in erster Linie:

 

- Mittelkonsole mit kurzem Staufach
- Runder Schaltknauf des Automatikgetriebes
- Beige Polster und Verkleidungsteile
- PMD-Frontsitze

 

centerconsole Da diese Ausstattung leider nur bis 1984 verbaut wurde, ist es heutzutage denkbar schwer, an passende Teile zu kommen. Allerdings findet sich das ein oder andere Stück hin und wieder bei Onlineauktionshäusern wie z.B. Ebay.
Bei der Mittelkonsole kann auch zum Vergleichsmodell aus einem Camaro gegriffen werden. Diese ist der Firebirdkonsole, bis auf zusätzliche, seitliche Lüftungsöffnungen sehr ähnlich. Etwas problematisch wird es jedoch im Bereich des Staufachschließers: da dieser minimal größer ist als die Variante im Firebird, kann die Lower Console (KITTs beleuchtetes Schaltpult der Mittelkonsole) nicht passend montiert werden.

 

 

 

KITT-spezifische Anbauteile:

Unter diese Kategorie fällt alles, was auschließlich für den Knight 2000 entworfen wurde:

 

- Frontnose
- Scanner
- Dashboard
- Dashboard Elektronik
- Switchpod
- Gullwing Lenkrad
- Overhead Console
- Lower Console
- Black Taillight Cover

 

Bei den KITT-Teilen muss man zwischen den möglichen Staffeln unterscheiden – beachte hierzu bitte den Menüpunkt „Der Knight 2000“.

 

Unter Produkt-Favoriten findet Ihr eine Übersicht aller von mir empfohlenen Replicateile!

 

Falls Du nicht weißt, was der ein oder andere Begriff bedeutet, wirf einfach einen Blick auf den Bereich "Fachbegriffe".

 

 

Mein wichtigster Rat:

Ein Replica baut man nicht in zwei Tagen und erst recht nicht mit Taschengeld. Wer immer alles möglichst billig haben möchte, sollte lieber gar nicht erst anfangen! Selbstverständlich kann man hier und da mal ein Schnäppchen machen, die Regel ist das aber nicht! Wer Qualität möchte, muss auch den entsprechenden Preis dafür bezahlen- Qualität kostet nunmal Geld, auch wenn manche Hersteller gerne etwas anderes behaupten. Wer nur auf den Preis schaut, wird diese Denkweise früher oder später durch Mehrarbeit oder Neukauf mit viel Lehrgeld bezahlen. Und auch der noch so gut durchdachte Sparkurs ist dahin, wenn die erste außerplanmäßige Reparatur ansteht. 500 Euro sind beim Replicabau keine erwähnenswerte Ausgabe und steht häufiger an als erwartet!
Informiert Euch in den einschlägigen Diskussionsforen über die Qualität der Teile, die Euch interessieren- vielleicht bringen Euch ja auch die Produktvergleiche und -tests auf dieser Internetseite ein Stückchen weiter.

 
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